Basierend auf einer Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Wenn Sie wissen wollen, welche Kleintiere in Ihrem Garten unterwegs sind, dann können Sie sich am Forschungsprojekt „MikroSafari“ beteiligen. Gesucht werden aktuell 200 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Mit Ihrer Teilnahme schärfen Sie Ihren Blick auf die Vielfalt der kleinen Lebewesen, die sich mit Ihnen den Platz im Grünen teilen. Starten soll das Citizen-Science-Projekt im September.
„Wir möchten herausfinden, welche Arten die typischen Kleingartenbewohner sind“, sagt Biologin Maya Bosch. Sie arbeitet an der Universität Jena, am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig (iDiv). Ihr Dissertationsprojekt setzt auf die Mithilfe von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern. Es ist als Citizen-Sciences-Projekt konzipiert worden und schließt an ein Projekt an, bei dem sich Schulklassen aktiv einbringen konnten.
Bei „MikroSafari“ erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer je vier Fallen, mit denen Arthropoden oder Gliederfüßer gefangen werden. Aufgestellt werden die Fallen an unterschiedlichen Standorten im Garten, etwa im Rasen, in einem Blumenbeet, in einer verwilderten Ecke oder zwischen Gemüsepflanzen. Dort bleiben die Fallen zwei Wochen lang stehen. Die Gärtnerinnen und Gärtner können anschließend die Fallen einfach wieder abgeben oder gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die gefangenen Arthropoden bestimmen. „Wir sortieren zunächst in Gruppen wie Ameisen, Spinnen, Asseln, Käfer und Laufkäfer“, sagt Bosch. Unterm Mikroskop wird dann detailliert geschaut, um welche Arten es sich handelt. Die erhobenen Daten werden anonymisiert.
Wer sich an „MikroSafari“ beteiligen möchte, kann sich über diese kurze Umfrage registrieren: https://umfrage.uni-leipzig.de/index.php/132242.
Das „MikroSafari“-Projekt wird in der UFZ- und iDiv-Arbeitsgruppe Biodiversität und Mensch von Dr. Aletta Bonn, Professorin an der Universität Jena, koordiniert.
Projektseite
Kontakt
Maya Bosch
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig – iDiv
Telefon: 0341 9733183
E-Mail: maya.bosch@idiv.de
Distelblüte mit Hummel
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