Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Antrittsvorlesung

Antrittsvorlesung

Wie ernst ist die Biodiversitätskrise? Gibt es wirkungsvolle Handlungsansätze, um dem Artenschwund und zunehmenden Lebensraumverlust entgegenzuwirken?

Auf diese und weitere brisante Fragen ging Henrique Miguel Pereira anlässlich seiner Antrittsvorlesung am 18. November an der Martin-Luther-Universität in Halle ein. Prof. Dr. Elmar Wahle, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, begrüßte Pereira vor den zahlreich erschienenen Gästen und Studenten als neu berufenen Professor für Biodiversität und Naturschutz. Der gebürtige Portugiese übernimmt Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Martin-Luther-Universität und dem Forschungszentrums iDiv. Darüber hinaus hat Henrique M. Pereira für drei Jahre die Präsidentschaft des internationalen Biodiversitätsnetzwerks Group on Earth Observations Biodiversity Observation Network (GEO BON) inne.

 

iDiv veranstaltet erstes Scientific Retreat

Scientific Speed Dating: Jeder Teilnehmer stellte sein Forschungsthema kurz und prägnant vor Scientific Speed Dating: Jeder Teilnehmer stellte sein Forschungsthema kurz und prägnant vor

Am 6. November lud iDiv zum ersten Scientific Retreat. Die ganztägige Veranstaltung fand im Kubus des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) statt. Geladen waren alle am iDiv ansässigen Forschungsgruppen sowie Fachkollegen der iDiv-Plattformen und mit dem Forschungszentrum verknüpften Netzwerke.

Das Programm war anspruchsvoll und kurzweilig zugleich. Dialog und Wissenstransfer stand im Vordergrund. In Scientific-Speed-Dating-Sessions und Posterpräsentationen fanden sich mehr als 60 Wissenschaftler zusammen, um ihren Forschungsfokus vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und sich zum Thema Biodiversität zu vernetzen.

Porträt eines Parasiten:
Evolutionäre Geschichte des Bakteriums Wolbachia entschlüsselt

Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig Wolbachia-Infektionen (Magenta Punkte) in einem Ovar von Drosophila. Foto: Anja Rudolph/Leipzig

Das Bakterium Wolbachia bewohnt als Parasit bevorzugt Insekten und Spinnentieren und beeinflusst die Physiologie, Evolution und Diversität ihrer Wirte. Die Erfolgsgeschichte von Wolbachia aus evolutionärer Sicht war bislang noch relativ unbekannt. In einer vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig unterstützten Studie haben Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig erstmals eine umfassende Hypothese zur Stammesgeschichte von Wolbachia vorgelegt.

Die Publikation ist in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.

UN-Biodiversitätskonferenz:
Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor

UN-Biodiversitätskonferenz:Wissenschaftler schlagen Neuordnung der Ziele zum Artenschutz vor

Auf der 12. UN-Biodiversitätskonferenz im südkoreanischen Pyeongchang diskutieren derzeit Experten über Maßnahmen zum Schutz der globalen Artenvielfalt. Der aktuelle Zwischenbericht der Biodiversitätskonvention, der Global Biodiversity Outlook 4, fällt ernüchternd aus. Viele Ziele, die sich die Staatengemeinschaft im Übereinkommen über die biologische Vielfalt für die Dekade 2011 bis 2020 gesetzt hat, wurden bislang ungenügend umgesetzt. Auch iDiv-Wissenschaftler sind nach Südkorea gereist und beteiligen sich mit einer aktuellen Studie an der Debatte. In der Publikation machen sie Vorschläge wie die Vorhaben zum globalen Artenschutz von den Vertragspartnern besser realisiert werden können.

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

 

info@idiv.de