Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Sonderausgabe: Pflanzenphysiologie trifft Biodiversitätsforschung

Sonderausgabe: Pflanzenphysiologie trifft Biodiversitätsforschung

In einer aktuellen Sonderausgabe des Journal of Plant Physiology präsentieren Ökologen, Evolutionsbiologen und Physiologen eine Reihe von Beiträgen zur physiologischen Biodiversitätsforschung – kurz Physiodiversity. Der zweitägige Workshop „Biodiversität trifft Physiologie“ am Synthesezentrum sDiv im Herbst 2013 bildete den Grundstein für die bemerkenswerte Edition. Prof. Christian Wilhelm, iDiv-Mitglied und langjähriger Chefredakteur des Journals, hatte die Veranstaltung initiiert.

 

Nun ist die Sammlung über neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der modernen Pflanzenphysiologie als erste Sonderausgabe 2015 mit insgesamt 14 Beiträgen erschienen: Neben Artikeln über den Prozess der Kohlenstoffaufnahme von Pflanzen oder biotische Interaktionen erwarten den Leser ein Beitrag über die Evolution und Diversität von Mykorrhizapilzen von Prof. François Buscot, Co-Direktor iDiv, und die Einführung zur "Physiodiversity" von Herausgeber Christian Wilhelm und iDiv-Direktor Prof. Christian Wirth.

 

  • Mehr zur Sonderausgabe und alle Beiträge zum downloaden auf sciencedirect.com (in englischer Sprache)

Studie: Wildverbiss in Schutzgebieten führt zu Verlust von Baumarten

Studie: Wildverbiss in Schutzgebieten führt zu Verlust von Baumarten

Geschütze Laubwaldgebiete sollen eigentlich dazu beitragen, den Verlust von Biodiversität zu reduzieren. Eine aktuelle Untersuchung - an der unter anderem iDiv-Wissenschaftler Prof. Nico Eisenhauer beteiligt war - zeigt nun, dass gerade in diesen Gebieten ein ernstzunehmendes Problem auftritt: Hirsche und Rehe vermehren sich immer mehr und fressen die artenreichen jungen Baumtriebe. Das führt in vielen Waldregionen zur Entstehung von Monokulturen, da die Wildtiere deutlich weniger Buchentriebe fressen als andere Baumarten. Auch andere Tierarten sind von dem Problem betroffen: Der Verlust der Baumvielfalt führt zu einem Artenverlust unter den Insekten, zum Beispiel bei den Schmetterlingen, da sie auf Baumarten spezialisiert sind, die von den Rehen weggefressen werden. Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler knapp 7.000 Waldflächenabschnitte in Thüringen und Rumänien. In Thüringen gehen durch den Wildverbiss bis zu 60 Prozent der Baumarten verloren; in Rumänien sind es zehn bis 30 Prozent. (Foto: Thost / pixelio.de)

 

  • Direkt zur Studie (in englischer Sprache)

Aktuelle Studie: Erkrankung von Bienen nach Befall durch einheimische und asiatische Parasiten

Foto: luise / pixelio.de Foto: luise / pixelio.de
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sehen eine verstärkte Gefährdung der Honigbiene in Europa. Sie fanden heraus, dass die Verbreitung eines asiatischen Honigbienen-Parasiten in Europa durch einen Anstieg der weltweiten Temperaturen begünstigt wird. Dieser Parasit verursacht Nosemose, eine schwere Erkrankung der Honigbiene. Die Ergebnisse der Studie sind in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals Proceedings of the Royal Society B(Biological Sciences) veröffentlicht worden.

 

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

E-Mail: info@idiv.de