Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) ist in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und datenorientierter Theoriebildung.
Das Synthesezentrum sDiv ist inhaltlich und physisch in iDiv integriert. Das Synthesezentrum dient der Förderung von Theorie und Synthese in den aufstrebenden Biodiversitätswissen-schaften.
Die Graduiertenschule yDiv wurde ins Leben gerufen, um eine neue Generation interdisziplinär arbeitender Biodiversitätswissenschaftler auszubilden.

Aktuelles aus unserem Forschungszentrum

Satellitenbeobachtungen und Ökosystemfunktionen

Satellitenbeobachtungen und Ökosystemfunktionen None

Satellitenbeobachtungen liefern zunehmend wertvolle Daten über Veränderungen terrestrischer Ökosysteme. Im EU-Projekt BACI werden Satellitendaten und lokale Beobachtungen zusammengeführt und neue Variablen der Biodiversität erstellt. Diese sollen einen besseren Einblick in die Funktionsweise und den Zustand von Ökosystemen ermöglichen.
Die kontinuierliche Umgestaltung von Ökosystemen durch eine veränderte Landnutzung und den Klimawandel kann die Aufrechterhaltung regionaler Ökosystemfunktionen und die Artenvielfalt gefährden. Das internationale Netzwerk GEO-BON (The Group On Earth Observations Biodiversity Observation Network) fordert und fördert deshalb die Entwicklung eines leicht zugänglichen Systems zur Erfassung von Veränderungen der Biodiversität und der zu Grunde liegenden Ökosystemeigenschaften. Dieses würde Wissenschaftlern, Nichtregierungs-Organisationen und politischen Entscheidungsträgern ermöglichen, bereits in einem frühen Stadium der Veränderungen neue Managementstrategien zu entwickeln.
Das BACI-Projekt wird vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena koordiniert. Viele der beteiligten Wissenschaftler sind auch in das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) integriert.

 

  • Zur Website des BACI-Projekts hier

Internationaler Austausch zu Citizen Science

Prof. Aletta Bonn (links) und Teilnehmer der Tagung in Leipzig Prof. Aletta Bonn (links) und Teilnehmer der Tagung in Leipzig

Was bedeutet es, wenn sich Bürger an wissenschaftlichen Projekten beteiligen? Kann Citizen Science bei der Biodiversitätsforschung helfen?

Diese Fragen diskutierten Experten aus Europa, den USA und Australien auf einer Tagung in Leipzig - eingeladen hatte die Arbeitsgruppe von Prof. Aletta Bonn und die European Citizen Science Association (ECSA). Die wichtigsten Ergebnisse: Citizen Science findet mittlerweile in regionalem wie globalem Maßstab statt. Und die Resultate haben tatsächlich Einfluss auf politische Entscheidungen – zum Teil gewollt, aber auch unbeabsichtigt. Erst kürzlich wurde Citizen Science von den US-Behörden als Methode zur Bewertung des Klimawandels anerkannt. Weitere Erfahrungen mit der Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlichen Themen werden voraussichtlich auf der Europäischen Citizen Science Konferenz 2016 vorgestellt.

Biodiversität fördert Resilienz von Ökosystemen

Jena Experiment / Foto: Nico Eisenhauer Jena Experiment / Foto: Nico Eisenhauer

Eine aktuelle Studie über die Wechselwirkungen von Lebewesen mit ihrer Umwelt beweist, dass Biodiversität weitaus wichtiger für die Stabilität und Multifunktionalität von Ökosystemen ist, als bisher angenommen wurde.

An der aktuell in Nature Communications veröffentlichten Studie Biodiversity enhances ecosystem multifunctionality across trophic levels and habitat war ein internationales Expertenteam beteiligt, dem auch iDiv-Wissenschaftler Prof. Nico Eisenhauer angehört. "Nur mit dieser Form der Zusammenarbeit – international und Fachgebiete übergreifend – können wir die globalen Mechanismen und die Bedeutung des Verlustes von Artenvielfalt für die gesamte Menschheit verstehen lernen", so Prof. Eisenhauer.

Erstes nationales Zentrum forscht für unsere Zukunft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Biodiversitätsforschung als aufstrebende Wissenschaftsdisziplin etabliert. Auch in Deutschland steht sie unter hohem Zeit- und Erwartungsdruck und benötigt dringend Investitionen. Das seit dem 1. Oktober 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll sich zu einer internationalen Drehscheibe der Biodiversitätsforschung entwickeln.

 

Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)

  • bündelt Forschungsvorhaben über Ländergrenzen hinweg
  • vernetzt die weltweit besten Wissenschaftler
  • vereint Empiriker und Theoretiker vielfältiger Fachrichtungen
  • fokussiert Theoriebildung und Synthese (Synthesezentrum sDiv)
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs (Graduiertenschule yDiv)
  • vermittelt die Bedeutung von Schutz und Erforschung der Biodiversität

Vier Kernfragen

Vier Kernfragen

iDiv, the German Centre for Integrative Biodiversity Research

Mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) soll in Mitteldeutschland eine Drehscheibe der internationalen Biodiversitätsforschung entstehen. Forschungsziel und Aufgabe ist die Förderung theoriebasierter Synthese und [...]
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Biodiversität erleben

iDiv möchte generationen-übergreifend über die Biodiversitätskrise und ihre möglichen Folgen aufklären, zum Nachdenken über soziales, politisches und gesellschaftliches Handeln im Zusammenhang mit Umwelt- und Naturschutz anregen und positive Veränderungen anstoßen. iDiv wird zukünftig eine Vielzahl an Informations-angeboten zur Biodiversitätswissenschaft entwickeln.

Nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen

Die intensive Nutzung von Land- und Wasserressourcen, Waldzerstörung und Klimawandel gefährdet akut weltweit eine Vielzahl der Lebensformen. Es wird immer deutlicher, dass wir Menschen uns damit auch eine eigene Lebensgrundlage entziehen. In den nächsten 200 Jahren könnte etwa die Hälfte aller Arten an Land und im Wasser aussterben. Da nur zehn Prozent von ihnen überhaupt bekannt sind, könnten neun von zehn Organismen unentdeckt von der Erde verschwinden. Um dem drastischen Artensterben und dessen Folgen entgegen zu wirken, brauchen wir weitere nachhaltige Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. iDiv hat sich den Schutz der Biodiversität zum Ziel gesetzt.

Kontakt

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

 

Deutscher Platz 5e

04103 Leipzig

 

Tel: +49 341 9733105

E-Mail: info@idiv.de