16.11.2017 | TOP NEWS, Biodiversitätssynthese

Küstenregionen variieren in der Zahl von Fischarten – doch manche Unterschiede zeigen sich nur auf großer Fläche

Korallenriffe sind Lebensraum für viele Fischarten. (Foto: Pixabay)

Korallenriffe sind Lebensraum für viele Fischarten. (Foto: Pixabay)

Das „Korallendreieck“ bei Australien ist ein Fischarten-Hotspot. (Foto: Pixabay)

Das „Korallendreieck“ bei Australien ist ein Fischarten-Hotspot. (Foto: Pixabay)

Leipzig/Halle. Die Anzahl von Fischarten in Küstennähe nimmt von den Tropen zu den Polen ab. Vom Hotspot „Korallendreieck“ nahe Australien nimmt die Fischartenzahl außerdem nach Osten (Karibik) und Westen (Afrika) ab. Diese beiden Gradienten sind bei genauerem Hinsehen jedoch sehr unterschiedlich: Der Breitengrad-Gradient vom Äquator zu den Polen ist weitgehend unabhängig von der betrachteten Untersuchungsfläche. Dagegen ist der Längengrad-Gradient nur bei großer Fläche erkennbar. Der Grund dafür sind Änderungen der Artenzusammensetzung zwischen kleineren Teillebensräumen (Aggregierung) im Bereich des „Korallendreiecks“.
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Zeitschrift „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht. An der Studie beteiligt waren Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie der Universität Tel Aviv.
Die Ergebnisse sind von Bedeutung sowohl für die Messung von Biodiversität als auch für die Ausweisung von Schutzgebieten. Dort, wo Arten stärker aggregiert sind, müssen grundsätzlich größere Gebiete unter Schutz gestellt werden.

 

Originalpublikation (iDiv-Wissenschaftler fett):

 

 

Kontakt:

Dr. Shane Blowes 
(spricht kein Deutsch)
Postdoktorand der Forschungsgruppe „Biodiversitätssynthese“ des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Tel.: +49 341 9733 196
Web:  https://www.idiv.de/de/gruppen_und_personen/mitarbeiterinnen/mitarbeiterdetails/eshow/blowes_shane.html

und

Dr. Volker Hahn
Abteilung „Medien & Kommunikation“
Tel.: +49 341 9733 154
Web: https://www.idiv.de/de/gruppen_und_personen/zentrales_management/medien_und_kommunikation.html

 

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