02.10.2017 | iDiv-Mitglieder, TOP NEWS

„Balance of the Microverse” in Finalrunde des Exzellenzwettbewerbes

Die bereits existierenden Kooperationen bei AquaDiva sind Teil des geplanten Exzellenzclusterantrages. Foto: Robert Lehmann

Jena. Mehrere iDiv-Mitglieder sind mit einem Clusterantrag in die Endrunde des Exzellenzwettbewerbes gelangt. Der Clusterantrag „Balance of the Microverse” der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) kann nun zu einem Vollantrag ausgearbeitet werden, über den im nächsten Jahr vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft entschieden wird. Beteiligte iDiv-Mitglieder sind u.a. Prof. Kirsten Küsel, Prof. Birgitta König-Ries, Prof. Manja Marz, Prof. Georg Pohnert (alle FSU Jena), Prof. Ian T. Baldwin (MPI-CE) und Prof. Markus Reichstein (MPI-BGC). 

 

„Es ist ein großartiges Ergebnis für die Universität Jena, in diesem hoch kompetitiven Exzellenz-Wettbewerb zu zwei Vollanträgen aufgefordert zu sein. Dies spricht für die hohe Qualität der Forschung an der Friedrich-Schiller-Universität“, freut sich Uni-Präsident Prof. Walter Rosenthal und dankt zugleich allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie dem Thüringer Wissenschaftsministerium für die Unterstützung. Nun gelte es, so der Präsident, nicht nachzulassen und die Vollanträge in der verbleibenden kurzen Frist konzentriert auszuarbeiten. Neben dem Clusterantrag „Balance of the Microverse”, an dem mehrere iDiv-Mitglieder beteiligt sind, war die Universität Jena mit einem weiteren Antrag erfolgreich („Enlightening the Receptome: From Biophysics to Clinical Applications“, gemeinsamer Antrag der Universitäten Würzburg und Jena). Beide Abnträge müssen bis 21. Februar 2018 ausgearbeitet und eingereicht werden.

 

Das Ziel des Clusters „Balance of the Microverse” besteht darin, Mikroorganismen und ihre Interaktionen mit anderen Mikroorganismen sowie mit ihrer gesamten Umwelt – das Microverse – zu erforschen. Damit werden bedeutende wissenschaftliche und zugleich auch gesellschaftlich drängende Fragen adressiert, beispielsweise die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die Gesunderhaltung der Umwelt, eine nachhaltige Landwirtschaft oder ein stabiles Klima. Für ein umfassendes Verständnis dieser hochkomplexen Wechselbeziehungen bündelt Jena seine Expertise: Die Fachrichtungen (Umwelt-)Mikrobiologie, Infektionsbiologie, Chemische Biologie, Bio-Geo-Interaktionen, Systembiologie, Optik/Photonik, Materialwissenschaften und weitere Disziplinen arbeiten fachübergreifend zusammen. Diese interdisziplinäre Kooperation wird besonders an den Schnittstellen der Fächer innovative Forschung ermöglichen, die komplett neue Einblicke in die Auseinandersetzung von Mikroorganismen-Gemeinschaften mit ihrer Umwelt liefern wird. Neben technologischen Fortschritten im Labor erwarten die Forschenden zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten zum Wohle des Menschen und der Umwelt. Unter Federführung der Friedrich-Schiller-Universität sind auch das Universitätsklinikum Jena, das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut –, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien, die Max-Planck-Institute für chemische Ökologie, für Biogeochemie und für Menschheitsgeschichte, das Helmholtz-Institut Jena sowie das neue DLR-Institut für Datenwissenschaften beteiligt.

 

Pressemitteilung der FSU Jena: https://www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM170929_Exstra.html

Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder: http://www.dfg.de/foerderung/programme/exzellenzstrategie/index.html

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