03.09.2020 | Domestikationsgenomik, Medienmitteilung, TOP NEWS, iDiv, iDiv-Mitglieder

ERC Starting Grant für iDiv Nachwuchswissenschaftler Dr. Martin Mascher

Dr. Martin Mascher, ehemaliger Leiter der iDiv Juniorforschungsgruppe „Domestikationsgenomik“ (Bild: IPK/ Andreas Bähring)

Dr. Martin Mascher, ehemaliger Leiter der iDiv Juniorforschungsgruppe „Domestikationsgenomik“ (Bild: IPK/ Andreas Bähring)

Basiert auf einer Medienmitteilung des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)

Gatersleben: Großer Erfolg für den iDiv-Juniorforschungsgruppenleiter Dr. Martin Mascher. Der 34-jährige Wissenschaftler, der am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) arbeitet, erhält einen Starting Grant vom European Research Council (ERC). Damit wird sein aktuelles Forschungsprojekt TRANSFER in den kommenden fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro gefördert.

Der European Research Council, der 2007 von der Europäischen Union eingerichtet wurde, ist die europäische Förderorganisation für exzellente Pionierforschung schlechthin. Jedes Jahr (2020: 436) wählt und finanziert sie die besten und kreativsten Forscherinnen und Forscher jeder Nationalität und jeden Alters aus, um Projekte in Europa durchzuführen. Die Mittel in Höhe von insgesamt 677 Millionen Euro sollen den Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen helfen, ihre eigenen Teams aufzubauen und in allen Disziplinen exzellente Grundlagenforschung zu betreiben. Die Zuschüsse sind Teil des EU-Programms für Forschung und Innovation „Horizont 2020".

Dr. Martin Mascher ist seit 2015 Leiter der iDiv-Juniorforschungsgruppe „Domestikationsgenomik“ am iDiv und IPK in Gatersleben. In seinem ERC-Projekt TRANSFER soll die Nutzbarmachung von wilden Verwandten der Gerste erforscht werden. Verwandte Wildarten von Kulturpflanzen können eine wichtige Quelle nützlicher Diversität bei agronomischen Merkmalen sein. Da die Kreuzung von Pflanzen über Artgrenzen hinweg sehr schwierig ist, werden Wildpflanzen in der Züchtung kaum genutzt. Im TRANSFER-Projekt werden Mascher und sein  Team mit wilden Gerstenarten aus Patagonien (Südamerika) arbeiten. Genomische und genetische Arbeiten sollen die molekulare Grundlage von außergewöhnlich großer Salztoleranz in diesen Arten entschlüsseln und deren Übertragbarkeit in die Kulturgerste möglich machen.

„Den Erfolg im ERC-Programm sehe ich als Anerkennung meiner bisherigen Arbeiten in der Getreidegenomik“, sagt Mascher. „Ich freue mich darauf, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit so vielen Kolleginnen und Kollegen am IPK in den nächsten Jahren fortzusetzen.“

 

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