17.07.2020 | Räumliche Interaktionsökologie, Medienmitteilung, TOP NEWS, iDiv

Ausstellung "Blüten(be)sucher: Beziehungsgeschichten aus der Natur" öffnet in Leipzig

In der neu eröffneten Ausstellung zeigen junge Wissenschaftler und Künstler aus Leipzig, dass es bei Bestäubernetzwerken um mehr geht als nur die Geschichte von Biene und Blüte.  (Bild: iDiv / G. Rada)

In der neu eröffneten Ausstellung zeigen junge Wissenschaftler und Künstler aus Leipzig, dass es bei Bestäubernetzwerken um mehr geht als nur die Geschichte von Biene und Blüte.  (Bild: iDiv / G. Rada)

Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, freute sich über die gelungene Kooperation im Botanischen Garten. (Bild: iDiv / G. Rada)

Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, freute sich über die gelungene Kooperation im Botanischen Garten. (Bild: iDiv / G. Rada)

Neue Ausstellung im Botanischen Garten der Universität Leipzig zeigt die gemeinsame Welt der Pflanzen und ihrer Bestäuber.

Leipzig. Ab sofort beherbergt der Botanische Garten der Universität Leipzig eine neue Ausstellung, die einen etwas anderen Blick auf die Welt der Pflanzen und ihrer Bestäuber wirft. Anschaulich zeigen junge Wissenschaftler und Künstler aus Leipzig, dass es dabei um mehr geht als nur die Geschichte von der Biene und der Blüte. 

Im Sommer haben Garten und Balkon Hochsaison. Doch was wären Erdbeere, Tomate und Co. ohne Bienen, Hummeln und andere Insekten, die sie bestäuben? Diesem Thema widmet sich die Ausstellung „Blüten(be)sucher: Beziehungsgeschichten aus der Natur“, die vom 18. Juli bis 4. Oktober im Botanischen Garten der Universität Leipzig für Besucher geöffnet ist.

Organisiert und konzipiert wurde die Ausstellung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). „Wir starten mit unserer Ausstellung hier in Leipzig, um der Stadt, in der wir leben und forschen, auch etwas zu geben“, erklärt Prof. Dr. Tiffany Knight, die Forschungsgruppe Räumliche Interaktionsökologie bei iDiv, an der MLU und am UFZ leitet und auf deren internationaler Forschung die Ausstellung aufbaut. „Wir planen, die Ausstellung auch an andere Orte unserer Forschung zu verlegen – zum Beispiel nach Rumänien und Finnland. So können wir auch dort die Menschen eindrucksvoll informieren.“

Die Ausstellung wirft nicht nur einen Blick auf Biene und Co., sondern auch auf weniger bekannte Bestäuber. So ist der Kolibri wohl der bekannteste Vertreter der blütenbestäubenden Vögel. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die vernetzten Beziehungen zwischen Insekten und den Pflanzen, die in unseren Gärten wachsen: Wie entstehen diese Beziehungen und welche ökologische Bedeutung kommt ihnen zu? Und wie wirken sich Klimawandel und Landnutzung auf die komplexen Netzwerke von Bestäubern und Pflanzen aus? „Jede Art – sei es ein Bestäuber oder eine Pflanze – ist wie ein Faden und jede Beziehung zwischen den Arten ist wie ein Knoten. Wenn wir alle Fäden und Knoten zusammenfügen, erhalten wir einen wunderschönen und stabilen Teppich“, erklärt Dr. Demetra Rakosy, die bei iDiv und am UFZ forscht und maßgeblich an der Konzeption der Ausstellung beteiligt war. „Klimawandel und Landnutzungsveränderungen sind wie Motten, die an dem Teppich nagen.“

Beispiele lokaler Initiativen und praktische Hinweise, um selbst zum Schutz der heimischen Pflanzen- und Insektenwelt beizutragen, runden die Ausstellung ab. Natürlich wird all dies dem Besucher nicht nur anhand von Postern nahegebracht. Fotos, Videosequenzen sowie künstlerisch gestaltete Exponate zeigen die Welt der Pflanzen und Bestäuber in all ihren Facetten.

Gastgeber der Ausstellung ist der Botanische Garten der Universität Leipzig. „In unserem Zukunftskonzept spielt der Transfer in die Öffentlichkeit eine zentrale Rolle. Wir verstehen uns eben nicht nur als Großgerät der Forschung, sondern auch als ein Ort des Austauschs, als eine Art Lebend-Museum“, meint Prof. Dr. Christian Wirth, Direktor des Botanischen Gartens. Auch die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, freute sich bei der Eröffnung der Ausstellung über die gelungene Kooperation. „Ihr Fall, Frau Knight, zeigt es sehr schön: Die Internationalität und die Zusammenarbeit im Konsortium – über Ländergrenzen hinweg – machen die Stärke von iDiv aus.“

 

„Blüten(be)sucher: Beziehungsgeschichten aus der Natur“

Ausstellung: 18. Juli bis 4. Oktober 2020

Ort: Botanischer Garten Leipzig, Linnéstraße 1, 04103 Leipzig

 

Weiterführende Links:

Website Blüten(besucher)
www.idiv.de/events/bluetenbesucher

Botanischer Garten der Universität Leipzig
https://www.bota.uni-leipzig.de

 

Ansprechpartner:

Prof. Tiffany Knight(spricht nur Englisch)
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ
Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
Tel.: +49 341 9733158
E-Mail: tiffany.knight@idiv.de
Web: www.idiv.de/de/gruppen_und_personen/mitarbeiterinnen/mitarbeiterdetails/eshow/knight_tiffany_marie.html

 

Kati Kietzmann
Abteilung Medien & Kommunikation
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
Tel.: +49 341 9733106
E-Mail: kati.kietzmann@idiv.de
Web: www.idiv.de/medien

 

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