03.02.2017 | TOP NEWS, Experimentelle Interaktionsökologie

Blick zurück und nach vorn: 15 Jahre „Jena-Experiment“

Das Jena-Experiment. Foto: Christoph Scherber

Das Jena-Experiment. Foto: Christoph Scherber

Früher Morgen im Jena-Experiment Foto: Alexander Sabais

Früher Morgen im Jena-Experiment Foto: Alexander Sabais

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Universität Jena und Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung laden zum Festsymposium am 7. und 8. Februar nach Jena ein Jena. Es ist das größte und mittlerweile „dienstälteste“ Biodiver­si­täts­experiment Europas: Seit 2002 wachsen im „Jena-Experiment“ auf über 600 akribisch angelegten Versuchsflächen Gräser, Kräuter und Leguminosen. Zwi­schen vielfarbiger Blütenpracht tummeln sich im Sommer Insekten, Wür­mer, Vö­gel und Kleinsäuger. In dem von der Deutschen Forschungsge­mein­schaft ge­förderten einzigartigen ökologischen Freiland-Labor werden unter Lei­tung der Friedrich-Schiller-Univer­si­tät Jena Artenvielfalt, Stoffkreisläufe und Öko­sys­temprozesse wissenschaft­lich untersucht. Am 7. und 8. Februar feiern die Uni­versität Jena und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitäts­forschung (iDiv) das 15-jährige Bestehen des „Jena-Experiments“. Zu dem Festsympo­si­um im Volks­bad in Jena werden mehr als 100 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Das zweitägige Symposium trägt den Titel „15 Years Jena Experiment: The Past, the Present, and the Future“. „Dabei werden wichtige Forschungserfolge der zurückliegenden Jahre und unsere Pläne für die Zukunft präsentiert“, kün­digt Prof. Dr. Nico Eisenhauer von der Universität Leipzig an. Der Sprecher des „Jena-Experiments“ wird gemeinsam mit Jenas Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal das Symposium eröffnen. „Neben Wissenschaftlern, die aktiv im ,Jena-Experiment‘ arbeiten, haben wir auch weitere international anerkannte Experten aus der Biodiversitätsforschung eingeladen“, so Eisenhauer. Unter anderem wird der Mitbegründer des Experiments, Prof. Dr. Wolfgang W. Weisser, über aktuelle Forschungsperspektiven sprechen. Weisser war bis 2011 Lehrstuhlinhaber der Uni Jena und ist heute an der TU München tätig. Außerdem ist während des Symposiums die Premiere eines Films zum „Jena-Experiment“ geplant. „Dieser wird anschließend auch auf unserer Website ver­fügbar sein und einen Überblick über die aktuellen Forschungen geben“, sagt Prof. Eisenhauer.  Hintergrund „Jena-Experiment“ Bis 2002 war das rund zehn Hektar große Areal des „Jena-Experiments“ direkt am Saaleufer eine gewöhnliche Ackerfläche und wurde wie die umliegenden Fel­der bewirtschaftet: Pro Saison wuchs hier lediglich eine Sorte Getreide oder Futterpflanzen. Heute stehen auf dem Gelände bis zu 60 verschiedene Pflan­zen­arten nebeneinander. „Ziel ist es herauszufinden, wie sich die Vielfalt und Zu­sammensetzung der Pflanzen auf die Stoffkreisläufe im Boden oder das Zu­sammenleben der Tierwelt auswirken“, erläutert Dr. Anne Ebeling, die wis­sen­schaftliche Koordinatorin des Jena-Experiments von der Universität Jena, den Forschungsansatz des Experiments. Nach fünf Förderperioden ist der Betrieb des „Jena-Experiments“ bis 2018 weiter gesichert. Neben der Jenaer Universität sind auch die Uni Leipzig, die TU München, das Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und das Deut­sche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) beteiligt. Zahl­reiche weitere Forscher und Institutionen aus Deutschland, den Nieder­landen, der Schweiz, Frankreich, Österreich und den USA sind in das „Jena-Experiment“ eingebunden. Weitere Informationen zum Jena-Experiment sowie zum Symposium sind zu finden unter: http://www.the-jena-experiment.de/.  Kontakt:
Dr. Anne Ebeling
Institut für Ökologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Dornburger Str. 159, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 949437
E-Mail: anne.ebeling@uni-jena.de Prof. Dr. Nico Eisenhauer
Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Deutscher Platz 5e, 04103 Leipzig
Tel.: 0341 / 9733167
E-Mail: nico.eisenhauer@idiv.de
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