Das Umweltmobil der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) im Einsatz (Foto: Julia von Gönner).

Inhalt und Ablauf

Für die teilnehmenden Bürgerwissenschaftler werden im Rahmen des FLOW-Monitorings folgende Veranstaltungen durchgeführt:

Vorbereitendes Training

für die Teilnehmer zum Forschungs­hintergrund, den Untersuchungs­methoden und Arbeits­abläufen

(obligatorisch für Teilnahme am Monitoring; Gruppengröße: max. 25 Personen, Dauer ca. 3 Std.)

Begleitete Forschungseinsätze

am Gewässer mit den Umweltmobilen der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt

(Gruppengröße 3-15 Personen, Dauer pro Einsatz: ca. 3 Std.)

Datenauswertung

Bereitstellung von Auswertungsmaterialien und Feedback zu den Ergebnissen durch Online-Projektkarte

Teilnehmerkonferenz

am Ende jeder Messkampagne, im Spätsommer bzw. Herbst 2020/2021

(Austausch zwischen den Projekt­gruppen und den beteiligten Wissenschaftlern des Umwelt­forschungs­zentrums)

Das Untersuchungsgebiet umfasst in der ersten Messkampagne von April bis Juni 2020 mindestens 30 Standorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Messstellen werden nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt und den Projektgruppen nach kürzestem Anfahrtsweg zugeordnet. Die Teilnehmenden können den Pool festgelegter Messstellen durch eigene Vorschläge zu interessanten Fließgewässer-Probestellen erweitern. Jede Messstelle wird durch eine Projektgruppe aus mindestens 3 und maximal 15 Personen untersucht.


Arbeitsablauf der Gewässerbeprobung

Erfassung der Gewässerstruktur
Beurteilung und Dokumentation von Laufentwicklung, Längsprofil, Querprofil, Sohlenstruktur, Uferstruktur und Gewässerumfeld der jeweiligen Probestelle auf einem Rasterbogen

Chemische Analysen
Punktuelle Messung von Sauerstoffsättigung, Nitrat-, Phosphatgehalt und Ionenleitfähigkeit des Fließgewässers an der Probestelle mit der technischen Ausstattung der Umweltmobile der LaNU

Erfassung der Verteilung von Substratkategorien an der Gewässersohle
Zum Beispiel: Kies, Sand, Lehm, Totholz, submerse Makrophyten

Makrozoobenthos-Beprobung
„Kick-Sampling“ mit Keschern im Bach und Aussortieren der Invertebraten aus dem organischen Material bzw. Sediment

Makrozoobenthos-Bestimmung
Mit bildgestützter, anschaulicher Bestimmungsliteratur und Mikroskopen der Umweltmobile

Ermittlung des SPEAR-Index (SPEcies At Risk)
Eingabe der ermittelten Arten- und Häufigkeitsdaten in ein bereitgestelltes Online-Auswertungstool

Schüler der 11. Klasse beim Beproben des Lungwitzbachs bei St.Egidien (Sachsen); Fotos: Julia von Gönner

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