Lange Nacht der Wissenschaften 2019 – Jena

Datum
22. November 2019
18–24 Uhr

Orte

Jena Stadtzentrum
Haltestelle: Stadtzentrum

Jena Lobeda
Haltestelle: Lobeda-Ost

Beutenberg-Campus
Haltestelle: Beutenberg

Tram 5 und 10 bedienen alle genannten Haltestellen und fahren in häufigerer Taktung.

Allgemeine Informationen zur Veranstaltung
https://www.lndw-jena.de

Tickets
4-10 EUR


Wissenschaftliche Institutionen öffnen ihre Tore

Wissenschaftliche Institutionen in ganz Jena öffnen ihre Tore für die Öffentlichkeit. Das Programm richtet sich an BesucherInnen aller Altersgruppen. Erleben Sie Forschung ganz nah!

Wissenschaftlerinnen vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) werden an verschiedenen Standorten in Jena Vorträge halten.


Tatort Fließgewässer

Ausstellung | 18:00-24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Welche Indizien liefern uns wirbellose Kleinlebewesen zum ökologischen Zustand und zur Pestizidbelastung von Bächen und Kleingewässern? Lernen Sie die Bedeutung wirbelloser Kleinlebewesen als Zeigerarten in der Gewässerökologie und Ökotoxikologie kennen, inspizieren Sie beeindruckende Makroinvertebraten unter dem Mikroskop, testen Sie in einem Online-Quiz Ihr Wissen und Ihre Vermutungen über die Eigenschaften und Fähigkeiten von Makroinvertebraten und erfahren Sie, wie Sie im Bereich der Fließgewässerökologie als Bürgerwissenschaftlerin und -wissenschaftler aktiv werden können.


Die Leistungen der Natur und wie sie das menschliche Wohlbefinden beeinflussen

Ausstellung | 18:00-24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Das Konzept der Ökosystemleistungen hilft, die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Biodiversität und Gesellschaft zu verstehen und dient als Brücke zwischen Fachdisziplinen und politischen Prozessen. Lernen Sie das Konzept der Ökosystemleistungen kennen, erhalten Sie Einblicke in die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) und das Globale Biodiversitäts-Assessment und lernen Sie, wie man Ökosystemleistungen kartiert und erforscht… Versuchen Sie selbst, eine Ökosystemleistungskarte zum Thema Wasserversorgung/Selbstreinigungsfähigkeit von aquatischen Ökosystemen zu erstellen!


Pollenvielfalt - wie fleißig war Biene Maja und wie stark muss ein Allergiker niesen?

Ausstellung | 18:00-24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Finde mit dem Mikroskop heraus, welche Biene am meisten unterschiedliche Pollen gesammelt hat und errate, bei welcher Luftzusammensetzung ein Allergiker wohl niesen würde.


Die Geschichte der Biodiversität - 4 Milliarden Jahre in 30 Minuten

Vortrag | 20:00-20:30 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 131, Carl-Zeiß-Straße 3

Biodiversität ist mehr als die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten. Es ist die Vielfalt des Lebens insgesamt. Die Geschichte dieser Vielfalt beginnt mit der Entstehung des Lebens und wird erst in ein paar Milliarden Jahren enden. Es ist eine spannende Geschichte mit zahlreichen Wendepunkten – das Aussterben der Dinosaurier und das Entstehen des Menschen sind nur zwei davon. Heute gefährdet der moderne Mensch die Vielfalt des Lebens und verursacht das Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Doch wie groß ist der aktuelle Verlust an Biodiversität tatsächlich? Erleben wir ein Artensterben erdgeschichtlichen Ausmaßes? Ein Vortrag über die faszinierende Geschichte der Biodiversität.


Die Bakterien-Werkstatt

Ausstellung | 18:00-24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Spannende Reise in die Welt der Bakterien.

Bakterien leben überall auf unserer Erde – um uns, mit uns und in uns. Aber wie viele dieser kleinen Mikroben gibt es eigentlich? Wie sehen sie aus und sind alle Bakterien gleich? Gehe mit uns auf eine spannende Reise in die Welt der Bakterien. Gemeinsam schauen wir uns die Vielfalt des Lebens auf der Erde an, basteln uns unsere eigenen Bakterien und füllen so den "Baum des Lebens". (Beitrag aus dem Sonderforschungsbereich AquaDiva)


Wie halten Mikroben unser Trinkwasser sauber?

Ausstellung | 18:00–24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Erfahren Sie, auf welch vielfältigen Wegen die Bakterien Nitrat aus dem Grundwasser entfernen können und welche spannenden biologischen Prozesse in unterirdischen Lebensräumen ablaufen.

Grundwasser stellt eine wichtige Quelle für unser Trinkwasser dar. Für die Qualität des Grundwassers spielen Bakterien eine zentrale Rolle: Sie leisten beispielsweise einen entscheidenden Beitrag zum Abbau von Stoffen, die im Trinkwasser in höheren Konzentrationen unerwünscht sind – wie Nitrat. Erfahren Sie, auf welch vielfältigen Wegen die Bakterien Nitrat aus dem Grundwasser entfernen können und welche spannenden biologischen Prozesse in unterirdischen Lebensräumen ablaufen! (Beitrag aus dem Sonderforschungsbereich AquaDiva)


Rocks and Colloids in Fluctuating Groundwater

Ausstellung | 18:00–24:00 Uhr | Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Wie man die biogeochemischen Prozesse innerhalb der Aerationszone verstehen kann (auf Englisch).

Die Aerationszone (AZ) ist der Teil der Critical Zone (CZ) unter den Böden sensu stricto und über dem ersten Grundwasserleiter. Die AZ steuert den Transfer von Energie und Stoffen von der Oberfläche zum Grundwasser und umgekehrt. Das Hainich Critical Zone Exploratory (Hainich CZE) ist auf einem Berghang mit geneigten geologischen Schichten und fraktuierten/verkarsteten Aquiferbedingungen situiert. Hauptziel dieses Projekts ist es, die biogeochemischen Prozesse innerhalb der AZ zu untersuchen. Insbesondere die Verwitterung und Veränderung der freiliegenden Gesteinsoberflächen sowie die Freisetzung und Umverteilung von unterirdischem Kolloid- und Partikelmaterial, einschließlich Biota. Darüber hinaus wird der Einfluss von stark, schnell und häufig schwankendem Grundwasser auf die biogeochemischen Prozesse untersucht. (Beitrag aus dem Sonderforschungsbereich AquaDiva)


Der Waldboden als Wasserfilter

Ausstellung | 18:00–24:00 Uhr |Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Experimente zeigen, wie der Boden als Wasserfilter fungiert.

Böden bilden die Grundlage für unser Leben. Sie entstehen an der Schnittstelle von Lithosphäre (Gestein), Hydrosphäre (Wasser), Biosphäre (Flora und Fauna) und Atmosphäre (Luft) als natürliches Gebilde aus Gesteinen der obersten Schicht der Erdkruste. Die Besucher erfahren, wie der Boden als Wasserfilter fungiert. Auf Bodensäulen unterschiedlicher Entstehung, z. B. aus Löss, Kalkstein oder Buntsandstein, werden wir Stickstoff (Nitrat)-belastetes oder "saures" (geringer pH-Wert) oder durch Partikel verschmutztes Wasser aufgeben und durchperkolieren lassen. Im Perkolat messen wir typische Kenngrößen des Bodenwassers, wie z. B. Nitratkonzentration, Lösungs-pH oder die Trübung. (Beitrag aus dem Sonderforschungsbereich AquaDiva)


Wie findet Biene Maja ihre Freunde im (Daten-)Wald?

Mitmachprogramm | 18:00–24:00 Uhr |Abbe-Campus, Hörsaal 6, Carl-Zeiß-Straße 3

Prinzipien zum schnellen Auffinden von passenden Daten, spielerisch erklärt am Beispiel von Insekten.

Auf der Erde gibt es mehrere Millionen Arten von Insekten. Davon sind aber erst knapp eine Million beschrieben. Viele Insektenarten sind vom Aussterben bedroht. Viele werden gar nicht erst entdeckt, bevor sie schon wieder verschwinden. Die Informationen über bekannte Insektenarten müssen deshalb sorgfältig bewahrt werden. Sie müssen so gespeichert werden, dass Wissenschaft und Öffentlichkeit ohne Probleme darauf zugreifen können. Zu jeder Frage sollen die passenden Informationen gefunden werden. Doch wie macht man das bei dieser riesigen Menge von Daten? Das zeigen wir Euch mit Hilfe einiger Spiele. Als besonderes Highlight gibt es virtuelle Insekten in 3D zu sehen.


Wettrüsten zwischen Pflanzen und Insekten: Wie riecht das denn?

Ausstellung | 18:00–24:00 Uhr |Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Wie Pflanzen und Insekten im Kleingarten interagieren

Jeder Kleingärter kennt es: Insekten mögen Gemüse genauso gern wie wir. Manche Pflanzen haben daher bittere und giftige natürliche Abwehrmechanismen entwickelt, zum Beispiel Senfölglycoside. Einige spezialistierte Insekten können diese Stoffe jedoch unwirksam machen. Dann können natürliche Feinde, wie die Parasitoiden, zu Hilfe kommen. Sie werden von flüchtigen Bestandteilen angelockt, die die Pflanzen als eine Art "Hilferuf" produzieren. Wir zeigen, wie Insekten mit Raps und Kohlrabi interagieren. Probiere anhand unseres Geruchs-Memorys selbst aus, welche Stoffe dich anziehen... oder auch nicht!


Der chemischen Kommunikation auf der Spur

Ausstellung | 18:00–24:00 Uhr |Abbe-Campus, Seminarraum 121/122, Carl-Zeiß-Straße 3

Wie Bäume lautlos kommunizieren

Bäume können nicht wie wir miteinander sprechen. Sie nutzen chemische Stoffe um mit den Organismen zu kommunizieren, mit denen sie interagieren. Über ihre Wurzelspitzen sondern sie eine Lösung ab, die nahrhaften Zucker enthält, aber auch Abwehrstoffe gegen mikrobielle Krankheitserreger im Boden. Wir zeigen, wie wir mithilfe von Proben dieser Flüssigkeit mehr über die Kommunikation der Bäume erfahren können.

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