Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Halle-Jena-Leipzig
 

Geplante Datensammlungen

Es sollen exemplarische Zeitreihendaten aus Deutschland zusammengestellt werden. sMon hat sich hierbei bisher auf die Artengruppen der Gefäßpflanzen, Libellen und auch Amphibien (in Kooperation mit dem Department Naturschutzforschung des UfZ, Prof. Klaus Henle) konzentriert.

Die bisherigen Bemühungen führten zu umfangreichen Datensätzen, welche z.T. auch bereits Eingang in wissenschaftliche Veröffentlichungen gefunden haben:

  • Datensammlung von 500.000 Libellenbeobachtungen aus ~ 70 Taxa in ganz Deutschland zwischen ca 1980 und 2015
  • Datensammlung von ca. 28 mio Pflanzenbeobachtungen aus ~2500 Taxa in ganz Deutschland zwischen 1960 und 2017
  • beginn einer Datensammlung zu Amphibienzäunen und Vorkommensmeldungen (in Zusammenarbeit mit Dept. Naturschutzforschung UfZ, NABU, DGHT)
  • Analyse zur Veränderung der Pflanzenvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern (Jansen et al. 2019, Conservation letters, OpenAccess)

In der kommenden Phase werden weitere Artengruppen, wie Wildbienen und Laufkäfer im Fokus unserer Arbeitsgruppe stehen. Auch hier arbeitet sMon eng mit Vertretern aller Akteursgruppen in Deutschland zusammen.

sMon ist Grundsätzlich interessiert an unterschiedliche Datenquellen, um zu prüfen, ob sie allein oder in Kombination eine Analyse von Biodiversitätstrends erlauben.

Hierfür bitten wir um Beiträge insbesondere der folgenden Datentypen:

  • Daten (Rasterfeldvorkommen) aus deutschlandweiten und regionalen Verbreitungsatlanten, sofern diese eine zeitliche Information besitzen; Vorzugsweise sollen die dahinter liegenden Originaldaten verwendet werden,
  • Punktdaten zu Artbeobachtungen (mit und ohne Abundanzschätzungen)
  • Daten zum Populationsmonitoring von Arten auf definierten Untersuchungsflächen (z.B. Fangzahlen von Amphibienzäunen),
  • Wiederholungsaufnahmen alter Vegetationsaufnahmen oder Kartierbegehungen mit genauer oder ungefährer Relokalisierung,
  • Angaben (Jahreszahlen) aus Roten Listen zum territorialen Aussterben von Arten, zum erstmaligen Auftretenvon Neophyten oder Neozooen,
  • Dauerflächenuntersuchungen über mehrere Jahre, wie sie z.B. im Rahmen von Managementexperimenten durchgeführt werden.

Wer derartige Datensätze hat, ist herzlich dazu eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen um Möglichkeiten auszuloten, bei sMon mitzumachen.

Eine zentrale Richtlinie in sMon ist, dass alle im Rahmen des Projektes beigesteuerten Daten Eigentum der Datenlieferantenbleiben und nur zu den spezifisch vereinbarten Zwecken verwendet werden. Eine eventuelle Weiternutzung der Daten über den Projektzeitraum hinaus wird nur mit schriftlicher Genehmigung der Dateineigentümer erfolgen.

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