09.06.2017 | TOP NEWS, Medienmitteilung, iDiv

„Herausragende Forschung“ - Ministerpräsident Tillich besucht iDiv

Als Geschenk wurde Herrn Tillich eine Miniaturversion der „Taxamap“ überreicht, ein Bild, auf dem alle bekannten Gattungen dargestellt sind (Foto: Stefan Bernhardt).

Als Geschenk wurde Herrn Tillich eine Miniaturversion der „Taxamap“ überreicht, ein Bild, auf dem alle bekannten Gattungen dargestellt sind (Foto: Stefan Bernhardt).

Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Beate Schücking, und der Ministerpräsident genießen einen „Biodiversitäts-Snack“ (Foto: Stefan Bernhardt).

Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Beate Schücking, und der Ministerpräsident genießen einen „Biodiversitäts-Snack“ (Foto: Stefan Bernhardt).

Während der Tour durch die Labore erklärt Doktorandin Rebekka Sontowski, wie sich Pflanzen gegen Fraßfeine wehren (Foto: Stefan Bernhardt).

Während der Tour durch die Labore erklärt Doktorandin Rebekka Sontowski, wie sich Pflanzen gegen Fraßfeine wehren (Foto: Stefan Bernhardt).

Doktorand Felix Gottschall spricht über die wichtige Rolle von Regenwürmern für die Kohlenstoffspeicherung im Boden (Foto: Stefan Bernhardt).

Doktorand Felix Gottschall spricht über die wichtige Rolle von Regenwürmern für die Kohlenstoffspeicherung im Boden (Foto: Stefan Bernhardt).

Der Ministerpräsident im Gespräch mit dem geschäftsführenden Direktor von iDiv, Prof. Christian Wirth (Foto: Stefan Bernhardt).

Der Ministerpräsident im Gespräch mit dem geschäftsführenden Direktor von iDiv, Prof. Christian Wirth (Foto: Stefan Bernhardt).

Das Forschungszentrum war eine der beiden Stationen bei seinem Besuch an der Universität Leipzig

Leipzig. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat am Freitag im Rahmen seines Besuchs an der Universität Leipzig einen Einblick in die Arbeiten am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) erhalten. Er wurde von Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking sowie dem geschäftsführenden Direktor von iDiv, Prof. Dr. Christian Wirth, begrüßt und informierte sich anschließend über laufende Forschungsprojekte.

Welche Fülle die Vielfalt des Lebens auf der Erde bereithält, verdeutlichten die Wissenschaftler bei iDiv dem Ministerpräsidenten auf unkonventionelle Weise: mit einer 1,5 mal 3 Meter großen Leinwand, auf der die Verwandtschaft aller bekannten Gattungen an Tieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien dargestellt ist. Doch von den einzelnen Arten seien uns derzeit nur rund zehn Prozent aller auf der Erde existierenden Lebewesen bekannt, betonte Prof. Christian Wirth. Dabei zog er eine Jalousie über die Leinwand, die einen großen Teil der Biodiversitäts-Karte verdeckte. Während gerade erst erforscht wird, welche immensen Leistungen die Biodiversität auch für uns Menschen erbringt – als ein Beispiel führte Wirth die Bestäubung unserer Nahrungsmittelpflanzen an -  sterben aktuell Arten auf der Erde durch den Menschen hundertmal so schnell aus als dies natürlicherweise der Fall wäre. Daher ist es das Ziel der iDiv-Forscher, die wissenschaftlichen Grundlagen für den nachhaltigen Umgang mit der Biodiversität auf unserem Planeten bereitzustellen.

Rundgang durch Labore: Wurzelfliegen und unterirdisches Terrarium    

Beim anschließenden Laborgang konnte sich Tillich selbst ein Bild machen von den international beachteten Forschungsarbeiten. In einem der Labore wurden ihm die hochmodernen Geräte für ausgeklügelte chemisch-analytische Verfahren gezeigt, mit denen die Wissenschaftler zum Beispiel erforschen, wie sich Kohlpflanzen gegen an ihnen fressende Wurzelfliegen wehren. In einem anderen Labor schaute sich Tillich so genannte Planarkosmen an, eine Art unterirdische Terrarien, die für Forschungen zur Interaktion zwischen Regenwürmern und Pflanzen genutzt werden. Er sagte: „Das Zentrum für Biodiversitätsforschung zeigt die großen Potentiale herausragender Forschung und ertragreicher Vernetzung. So schreibt die Universität Leipzig als eine der ältesten deutschsprachigen Hochschulen ihre über 600-jährige Wissenschaftsgeschichte beeindruckend fort. Ihre 14 Fakultäten und die vielen renommierten Professorinnen und Professoren haben die Universität zu einem Magneten für junge Menschen gemacht, von denen viele neu nach Sachsen kommen. Mehr als 28.000 Studentinnen und Studenten prägen die Stadt und haben ihren Anteil an der großen Attraktivität Leipzigs.“

Die Förderung des Forschungszentrums iDiv ist erst im vergangenen Jahr von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt worden. Das Fördervolumen ist im Vergleich zur ersten Förderperiode um 32 Prozent gestiegen und liegt nun bei 36,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren. iDiv wird von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Leipzig sowie in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) betrieben. An den iDiv Standorten Halle, Jena und Leipzig arbeiten rund 280 Mitarbeiter und Mitglieder aus über 30 Nationen. Bis zum Frühjahr 2020 soll in der Nähe des derzeitigen iDiv-Standortes am Deutschen Platz ein Neubau für iDiv entstehen. Das Forschungszentrum ist ein Beispiel für die erfolgreiche Kooperation im Universitätsbund Halle-Jena-Leipzig.

Im Anschluss an seinem Besuch bei iDiv sprach der Ministerpräsident mit dem Rektorat der Universität Leipzig sowie mit Wissenschaftlern anderer Fachbereiche über deren Antragsskizzen für die neue Runde der Exzellenzstrategie. Mehr dazu in der Pressemitteilung der Universität Leipzig >  

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartnerinnen:

Dr. Tabea Turrini
iDiv Medien und Kommunikation
Tel. +49 341 9733106
https://www.idiv.de/de/gruppen_und_personen/mitarbeiterinnen/mitarbeiterdetails/eshow/turrini-tabea.html

Susann Huster
Stabsstelle Universitätskommunikation
Medienredaktion
Tel. +49 341 97-35020
http://www.uni-leipzig.de/service/kommunikation/medienredaktion/

 

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