Der am 20.08.2021 erschienen mdr-Artikel „Bestand zusammengebrochen: Kaum noch Dorsche in der westlichen Ostsee“ beschreibt die Lage des Dorschbestandes in der westlichen Ostsee. Im Laufe des Artikels wird Dr. Rüdiger Voss an mehrere Stellen ausführlich zitiert. Dr. Voss erläutert verschiedenen Forschungsergebnisse wie den Kipppunkt des Dorschbestandes, nach dessen Überschreitung der Bestand deutlich weniger produktiv ist und sich nicht mehr zu seinem vorherigen Zustand zurückentwickeln kann. Des weiteren erklärt er, dass der jetzige Zustand „ein Resultat der Überfischung in Kombination jetzt mit sich veränderndem Klima“ ist; die Dorsche reagieren empfindlich auf die Erhöhung der Wassertemperatur um 2 Grad Celsius. Zum Abschluss gibt Dr. Voss zwei Empfehlungen für die Zukunft: finanzielle Hilfen und die Bitte an Urlauber*innen mehr Plattfisch (Scholle und Flunder) anstelle von Dorsch zu essen. Mehr Information zu dem Thema finden Sie unter https://www.mdr.de/wissen/klima/dorsche-fische-ostsee-bestand-kipppunkt-ueberschritten-100.html .


Der am 18.08.2021 im Tagesspiegelerschienene Artikel „Überfischung, Klimawandeln und Ignoranz: Dorsch aus“  beschreibt den sinkenden Dorschbestand in der westlichen Ostsee und den Einfluss von Umweltfaktoren sowie Überfischung auf dieses Phänomen. Prof. Dr. Robert Arlinghaus wird mit der Aussage zitiert, dass „die aktuell extrem geringe Anzahl von Nachkommen bei den Ostseedorschen vor allem von der Erwärmung des Wassers und anderen Umweltfaktoren wie Sauerstoff- und Salzgehalt getrieben wird“ und hebt damit die Relevanz der Umweltfaktoren gegenüber der selektiven Befischung für den Bestand der Dorsche hervor. Prof. Dr. Arlinghaus bewertet diese Forschungsergebnisse als „schlechte Nachrichten für die Fischerei auf den Westdorsch“ und es wird die Vermutung kundgetan, dass der Dorsch nicht in der Lage sei sich an die neuen Umweltbedingungen anzupassen und seien Bestand zu erholen.


Several journals (e.g., Spiegel, FAZ, Taz, Tagesschau, Bild) have published articles about the study of Prof Dr Christian Möllmann and co-authors about the situation of the cod stock in the western Baltic Sea on August 17, 2021. Following the study, the tipping point of the cod stock, which enables the population to recover, is already exceeded. To achieve this result, Prof Möllmann and his co-authors from Kiel University’s Center for Ocean and Society (CeOS) and the German Centre for Integrative Biodiversity Research (iDiv) Halle-Jena-Leipzig analyzed fishery data from several decades using statistical models.

Prof Dr Möllmann has been quoted in these journal articles several times. According to him, the cod population is probably unable to recover even though the pressure developed by the fishery industry might decrease in the future. Prof Möllmann also mentions that the problem’s cause is a combination of overfishing and increased temperatures caused by climate change. These factors led to decreased fish breeding, causing the number of surviving fish eggs to be lower. Thus, one of Prof Möllmann’s co-authors, Prof Dr Robert Arlinghaus, recommends protecting big female fish because the number of hatched eggs is disproportionately higher due to their bigger mass.

More information on the topic is provided in the articles, which can be found here:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/kipppunkt-erreicht-dorschbestand-in-ostsee-wird-sich-nicht-mehr-erholen-17489216.html
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fischerei-dorsch-bestand-in-westlicher-ostsee-laut-studie-zusammengebrochen-a-6ddf5a9d-c466-41b0-af69-0114ea8af901
https://taz.de/Klimakrise-und-Ueberfischung/!5789736/
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/dorsch-ostsee-zusammengebrochen-101.html
https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/ostsee-bestaende-brechen-ein-grosse-sorge-um-unseren-dorsch-77407884.bild.html


Der unterschätzte Angler: Rolle, Bedeutung und Verantwortung für eine nachhaltige Landnutzung und Ernährung. Vortrag von Prof. Dr. Robert Arlinghaus bei der Ringvorlesung "Tier oder Tofu" an der Universität in Göttingen, Deutschland am 21.01.2020. Weitere Details finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=FJcme7GnpCM


Webinar: Recreational fisheries monitoring & control, DG Mare, 04.12.2020. Das Webinar stand unter dem Motto: „Monitoring and control of Recreational fisheries”. Hintergrund war die laufende Reform der Kontrollverordnung. Dr. Harry V. Strehlow war als Experte eingeladen, einen Eröffnungsvortrag über den biologischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext der Freizeitfischerei in Europa zu geben. Danach folgten weitere Vorträge, insbesondere zu einem EP-Pilotprojekt, welches die Nutzung einer Angel-App „Fishfriender“ zur Kontrolle der Fänge in der Wolfsbarschfischerei entwickelt und erprobt hat. Mit dieser sollen Angler*innen ihre täglichen Fänge registrieren, welche dann auf einer webbasierten Plattform der EU gesammelt werden. Andere Vorträge drehten sich um das Thema Datenerhebung mit verschiedenen bereits bekannten Apps und den Vor- und Nachteilen der mit diesen Methoden erhobenen Daten. Das Webinar war mit über 150 Teilnehmer*innen sehr gut besucht. Leider verfestigte sich der Eindruck, dass es seitens der COM vor allem um das Monitoring und die Kontrolle der Freizeitfischerei in Europa ging aber weniger um die Anerkennung der Freizeitfischerei als Sektor an sich. Auf die praktischen Probleme für die Umsetzung einer europaweiten App-basierten Angeldatenerhebung von immerhin rund 9 Mio. Meeresangler*innen und über 77 Mio. Angeltagen wurde nicht eingegangen.

Weitere Informationen zum Webinar und die Präsentation von Dr. Strehlow finden Sie unter https://ec.europa.eu/fisheries/press/webinar-recreational-fisheries-monitoring-and-control_en .


Am 29.10.2020 wurde Dr. Harry V. Strehlow zum Baltic Sea JDP webinar for EU inspectors, EFCA eingeladen. Das Webinar diente der Schulung von Ostsee-Inspektoren aus den EU Anrainerstaaten. Dr. Harry V. Strehlow hielt dort einen Einführungsvortrag über die marine Freizeitfischerei in der Ostsee, rechtliche Rahmenbedingungen, bestehende Managementansätze und Kontrollanforderungen.


Am 26.08.2020 wurde Dr. Harry V. Strehlow zum Workshop on Western Baltic Cod Recreational Fisheries, EFCA, als Experte für marine Freizeitfischerei eingeladen, um einen Einführungsvortrag über die marine Freizeitfischerei in der Ostsee, rechtliche Rahmenbedingungen, bestehende Managementansätze und Kontrollanforderungen zu geben. EFCA ist die European Fisheries Control Agency, die sich unter anderem mit der Koordinierung der Fischereikontrolltätigkeiten der Mitgliedstaaten befasst. Die Koordinierung erfolgt in einem regionalen Rahmen, den so genannten Joint Deployment Plans (JDP), zu dem die Ostsee gehört.


Der zweite jährliche marEEshift-Newsletter ist ab sofort verfügbar und kann unter dem Link https://sway.office.com/aJhQzN4c5heq3LMD?ref=Link heruntergeladen werden.


Dr. Harry V. Strehlow führt wöchentlich Befragungen von Freizeitangler durch und berichtet darüber im Radiointerview bei SWR2 am 12.12.2019. Er befragt die betreffenden Personen dabei über die Art und Menge der Fische, die geangelt wurden, die Häufigkeit des Angelns und ob sich an Fangbeschränkungen gehalten wurde. Zudem macht er in dem Radiointerview Ausführungen über den derzeitigen Dorschbestand, zu eingeführten Fangquoten und über die Reaktionen der Angler auf solche Quoten. Weiterhin wertet er die Daten aus, die er bei seinen Interviews gesammelt hat. Dabei gibt er Auskunft darüber, wie viel Freizeitfischer es gibt und welche Menge diese insgesamt geangelt haben. Zudem spricht er über strengere Regularien in den USA gegenüber Deutschlands und über seine eigenen Angelerfahrungen. Weitere Details finden Sie unter https://www.swr.de/swr2/wissen/Ueberfischung-durch-Freizeitangler-Schutz-fuer-Hecht-Dorsch-und-Aal,swr2-wissen-2019-09-18-100.html


Der erste jährliche marEEshift-Newsletter ist ab sofort verfügbar und kann unter dem Link https://sway.office.com/ZlBhWWcxfcNT1hFk?ref=Link heruntergeladen werden.


Am 02.11.2019 hielt Prof. Dr. Robert Arlinghaus einen Vortrag für den FischFetzen Podcast „Gemeinsam auf der Suche nach Erkenntnissen“. In seinem Vortrag gab Professor Arlinghaus einen Einblick in die Projekte (inklusive marEEshif-Projekt) rund um das Angeln, die derzeit am IGB (Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin e.V.) stattfinden. Darüber hinaus wurde über Entnahmefenster, Angelguiding, die Arbeit der Angelvereine und vieles mehr geredet. Weitere Details finden Sie unter https://fischfetzen.podigee.io/3-episode_2


Im Videobeitrag am 14.10.2019 trug Dr. Harry V. Strehlow bei, dass der Dorschbestand nahe dem Referenzwert liege. Angestrebt sei allerdings, dass dieser zunimmt. Er zeigt zudem, wie das Alter der Dorsche im Labor bestimmt wird. Schlussendlich resümiert er, dass das Fanglimit einem Ende des Freizeitangelns gleichkommen würde, da der Dorsch das Hauptziel der Angler ist.

Im dazugehörenden Artikel von der Bild Zeitung wird die Meinung von Dr. Harry V. Strehlow, der die bevorstehende Einführung einer Fangbeschränkung von 2 Dorschen pro Tag und pro Angler durch die EU- Kommission kritisiert, kundgetan. So sei aus wissenschaftlicher Sicht auch eine Beschränkung auf fünf oder sieben Fische vertretbar. Weitere Details finden Sie unter https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/kutter-kapitaene-die-eu-laesst-das-hochsee-angeln-sterben-65130058.bild.html


Am 16.09.2019 traf Dr. Harry V. Strehlow die Aussagen zum aktuellen Dorschbestand sowie zur Entwicklung dessen ab 2016 in einem Interview für die Bild Zeitung.  Diesem ginge es aktuell besser als noch 2017, allerdings befinde er sich dennoch knapp unter der biologisch nötigen Untergrenze. Bezüglich der Diskussion über die Einführung von Fangquoten bezieht er Stellung, indem er weniger drastische Quoten vorschlägt und stattdessen Schonzeiten empfiehlt. Zu hohe Fangquoten hätten eine abschreckende Wirkung auf Anglertouristen, die die Mehrheit der Angler in Deutschland ausmachen. Weitere Details finden Sie unter https://www.bild.de/news/inland/news-inland/bitterer-kampf-um-die-fang-quote-angelkutter-vor-dem-aus-64699796.bild.html

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