Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Halle-Jena-Leipzig
 
16.03.2015 | Experimentelle Interaktionsökologie, yDiv

Pflanzengemeinschaften beeinflussen Biomasseproduktion im Boden entscheidend

Nahrungsnetze stellen die umfangreichen Zusammenhänge der Beziehungen zwischen den Organismen in einem Ökosystem dar. In der Bodenökologie unterscheiden Wissenschaftler zwei Regulationsmechanismen: Zum einen kann die Produktion der Biomasse von Menge und Qualität der lebensnotwendigen Substanzen im Boden abhängen (auch Bottom-up genannt). Zum anderen kann die Biomasseproduktion davon abhäng sein, mit welcher Intensität Räuber ihre Beute (d.h. sowohl Pflanzenteile als auch tierische Organismen) konsumieren. Dass dieser Mechanismus, auch Top-down-Steuerung genannt, entscheidend von der Zusammensetzung der Pflanzengemeinschaft abhängt, die auf dem Erdboden angesiedelt ist, haben nun zwei iDiv-Wissenschaftler herausgefunden. Die aktuelle Studie von Madhav P. Thakur, Doktorand an der Graduiertenschule yDiv, und seinem Doktorvater Prof. Nico Eisenhauer, verdeutlicht den entscheidenden Einfluss verschiedener Pflanzengemeinschaften auf die Produktion von lebensnotwendigen Substanzen im Boden. Zum Teil könnten so die Wechselwirkungen zwischen Räubern und Beuteorganismen im Boden über die Bepflanzung gesteuert werden, so die Forscher. In einer sich ständig wandelnden Welt wären mit der vorgelegten Untersuchung Vorhersagen über von Pflanzen abhängige Nahrungsnetze möglich.

Weitere Informationen zur Studie unter nature.com (in englischer Sprache)

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