Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Halle-Jena-Leipzig
 

Biodiversitätsökonomik

Die Forschungsgruppe „Biodiversitätsökonomik“ arbeitet daran, wissenschaftliche Grundlagen bereitzustellen, die helfen, Mensch-Natur-Beziehungen nachhaltig zu gestalten. Forschungsschwerpunkte sind die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (z. B. marine Fischbestände, Weideland, Wälder) und der Schutz der Artenvielfalt von regionaler bis zu globaler Ebene. Zum Beispiel untersuchen wir, wie ökonomische Anreize das Verhalten der Menschen gegenüber der Natur bestimmen. Außerdem erforschen wir, was notwendig ist, um Nachhaltigkeit – im Sinne von Gerechtigkeit in Mensch-Natur-Beziehungen – herzustellen. Dazu gehört auch die Frage, wie ökonomische Politikinstrumente zu diesem Ziel beitragen könnten. Unsere methodische Expertise liegt in quantitativer ökologisch-ökonomischer Modellierung, dynamischer Optimierung, Statistik, ökonomischen Experimenten und konzeptioneller Modellierung, außerdem nutzen wir Methoden aus der Spieltheorie und Kapitaltheorie. Unsere Forschungsgruppe ist international weit vernetzt und arbeitet interdisziplinär mit Forschenden aus Gesellschafts-, Geistes- und Naturwissenschaften zusammen.


Neuigkeiten

22.06.2020 | Studie bei SPIEGEL ONLINE
„Faktor Mensch“

Freiwillige Kontaktbeschränkungen würden COVID-19 Pandemie in Deutschland stabilisieren, aber bei höheren Infizierten- und Todeszahlen. Eine optimale Regulierung würde zu Beginn der Pandemie physische soziale Kontakte erheblich einschränken und zwar deutlich über die freiwilligen Beschränkungen zum Selbstschutz und zum Schutz anderer hinaus. SPIEGEL ONLINE berichtet über die neue Studie von Martin Quaas, Jasper Meya, Hanna Schenk (iDiv, UL) mit Koautoren aus Kiel und Hamburg (Medienmitteilung).


22.05.2020 | BMBF Förderung


Biodiversität und Naturkapital tragen maßgeblich zu menschlichem Wohlergehen bei. Gesellschaftliche Entscheidungen berücksichtigen diese Werte bisher aber allenfalls zum Teil. Eine Ursache sind große Informationslücken und Unsicherheiten. Um diese Forschungsbedarf zu adressieren erhält die Arbeitsgruppe Biodiversitätsökonomik eine Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Koordinierung der Konzeptphase eines inter- und transdisziplinären Projektes „Umfassende Inwertsetzung von Naturkapital in Deutschland: Ansätze und Methoden zum Umgang mit knapper Information und Unsicherheiten “ (ValuGaps).


09.04.2020 | Artikel in Science
Ein Blick in die Zukunft der Tropenwälder

Tropische Wälder sind ein Hotspot der Artenvielfalt. Auch vor dem Hintergrund des Klimawandels spielt ihr Schutz eine besondere Rolle. Dabei ist es wichtig vorherzusagen, wie sich so artenreiche Waldbestände über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte verändern. Genau dies ist nun Forschern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Universität Leipzig (UL) und weiterer internationaler Forschungseinrichtungen gelungen. Die Ergebnisse haben sie im Fachmagazin Science veröffentlicht.


08.04.2020 | Stellenausschreibung des IfW Kiel
Doktorand (w/m/d) in „Evolutionary fishery economics and management“

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat in seinem Research Center Umwelt und natürliche Ressourcen eine Promotionsstelle zu vergeben, die Teil des DFG Graduiertenkollegs 2501 „Translationale Evolutionsforschung“ ist und in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Biodiversitätsökonomik des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig ausgeschrieben wird. Weitere Informationen finden sich hier.


06.02.2020 | Stellenausschreibung
Doktorand (w/m/d) in „Ressourcenökonomik“

Die Forschungsgruppe Biodiversitätsökonomik hat eine Promotionsstelle in einem internationalen Forschungsteam innerhalb des neuen Verbundprojektes CRaMoRes – Risikowandel und mobile Gemeinschaftsressourcen: Ökonomische Analyse von Nutzerverhalten und Politikinstrumente für Nachhaltigkeit – zu vergeben. Weitere Informationen hier.


22.01.2020 | Veranstaltung
The Economics of Inequality and the Environment

Die Forschungsgruppe Biodiversitätsökonomik co-organisiert den EAERE Post-Conference Workshop zur Ökonomik von Ungleichheit und Umwelt (Berliner Umland; 21. bis 24. September 2020). Der Workshop wird das Wechselspiel zwischen Ungleichheit und Umweltpolitik untersuchen. Dazu bringen wir eine Gruppe von ca. 25 international führenden Ökonomen zusammen. Manuskripte für weitere Beiträge können bis zum 15. März 2020 an jasper.meya[at]idiv.de gesendet werden. Weitere Informationen finden sich im Workshop-Flyer.


20.12.2019 | Gastbeitrag
Bundeseinheitliche Abstandsregelung für Windkraft

Im Tagesspiegel Background argumentieren die Ökonomen Jasper Meya, iDiv, und Paul Neetzow, Humboldt-Universität zu Berlin, dass der bundeseinheitliche Mindestabstand für Windkraftanalgen die Bundesländer unter Rechtfertigungsdruck setzt, die sich für die Energiewende einsetzen. Dadurch könnte die Akzeptanz für Windenergie sogar sinken.


11.10.2019 | Auszeichnung
Für seine Arbeit zu ‘Inequality and the Value of Nature’ erhält Jasper Meya, PostDoc in der Forschungsgruppe Biodiversitätsökonomik, den Albrecht-Daniel-Thaer-Preis für herausragende Promotionsleistungen am Thaer-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin.


09.10.2019 | Report
Skepsis deutscher Fischer gegenüber EU erschwert Einhaltung der EU-Regelungen

Glücksspielexperiment zeigt: Gegenüber einer ungeliebten Regulierungsinstanz nimmt man’s mit der Wahrheit weniger genau.


22.08.2019 | Report
Großer Beitrag der Kleinfischerei zur Ernährungssicherheit

Bericht von Kira Lancker, PostDoc Biodiversity Economics am iDiv und der UL, und Erstautorin von zwei neuen Publikationen in den Fachzeitschriften Food Policy und PLoS ONE.


Kontakt

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Telefon: mail to person +49 341 9733249
Administrative Assistentin
 
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